US-Repräsentantenhaus stimmt für Aufschub der Hemp-Regeln bis Dezember

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Das US-Repräsentantenhaus hat einem vierwöchigen Aufschub wichtiger neuer Bundesregeln für Hanfprodukte zugestimmt. Statt am 12. November sollen große Teile der Verschärfung nun erst am 11. Dezember 2026 greifen. Voraussetzung ist noch die Unterschrift von Präsident Donald Trump.

Die Abgeordneten stimmten am 1. September mit 370 zu 48 Stimmen für H.R. 6500, den Continuing Appropriations and Extensions Act, 2027. Der Senat hatte die Maßnahme bereits zuvor verabschiedet. Damit liegt das Gesetz nun beim Präsidenten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das US-Repräsentantenhaus hat H.R. 6500 mit 370 zu 48 Stimmen angenommen.
  • Der Gesetzentwurf verschiebt einen großen Teil der neuen Hemp-Regeln vom 12. November auf den 11. Dezember 2026.
  • Die Verschiebung ist noch nicht endgültig, da die Unterschrift des Präsidenten aussteht.
  • Die Grenze von 0,4 mg Gesamt-THC und ähnlich wirkenden Cannabinoiden pro Behälter gehört zu den Regeln, deren Anwendung verschoben werden soll.
  • Für Cannabinoide, die in Cannabis sativa L. überhaupt nicht natürlich vorkommen können, bleibt der 12. November relevant.
  • Auch CBD-Produkte können betroffen sein, wenn sie beispielsweise THC oder andere unter die neue Definition fallende Cannabinoide enthalten.

Was sich am 12. November ändern sollte

Die entscheidenden Änderungen wurden bereits im Rahmen des 2025 verabschiedeten Gesetzes beschlossen. Sie verändern die bundesrechtliche Definition von Hemp deutlich und sollten grundsätzlich ein Jahr nach ihrer Verabschiedung wirksam werden.

Zu den wichtigsten Änderungen gehört eine neue Obergrenze für fertige, aus Hanf gewonnene Cannabinoid-Produkte. Produkte mit mehr als 0,4 Milligramm kombiniertem Gesamt-THC pro Behälter sollen nicht mehr unter die bundesrechtliche Hemp-Definition fallen. In die Berechnung werden neben THC und THCA auch andere Cannabinoide einbezogen, die ähnlich wie THC wirken oder entsprechend vermarktet werden.

Damit geht die Regel deutlich über die bisher bekannte Konzentrationsgrenze von 0,3 Prozent Delta-9-THC auf Trockengewichtsbasis hinaus. Für fertige Produkte wird zusätzlich die absolute Menge pro Behälter relevant.

Warum auch CBD-Produkte betroffen sein können

Die politische Debatte konzentriert sich vor allem auf berauschende Hemp-Produkte wie Delta-8-THC. Die neue Definition ist jedoch nicht ausschließlich auf solche Produkte beschränkt.

Auch manche CBD-Produkte enthalten geringe Mengen THC, insbesondere wenn es sich um Vollspektrum-Produkte handelt. Ob ein konkretes CBD-Öl, eine Kapsel oder ein anderes Produkt nach den neuen Regeln weiterhin als Hemp gelten kann, hängt deshalb von seiner tatsächlichen Zusammensetzung und den gesetzlichen Grenzwerten ab.

Die 0,4-mg-Grenze bedeutet daher nicht automatisch ein generelles CBD-Verbot in den USA. Sie könnte aber dazu führen, dass einzelne bisher legal vermarktete Hanfprodukte künftig außerhalb der neuen bundesrechtlichen Definition liegen.

Der Aufschub gilt nicht für alle Cannabinoide

Ein wichtiger Teil der Regelung bleibt vom vierwöchigen Aufschub ausgenommen. Produkte mit Cannabinoiden, die von einer Cannabis-sativa-L.-Pflanze überhaupt nicht natürlich erzeugt werden können, sollen weiterhin ab dem 12. November unter die neue Regelung fallen.

Das ist ein entscheidender Unterschied. H.R. 6500 verschiebt nicht einfach das gesamte Reformpaket um einen Monat. Stattdessen werden die meisten anderen Änderungen vorübergehend zurückgehalten, während die Regel für nicht natürlich vorkommende Cannabinoide auf dem bisherigen Zeitplan bleibt.

Davon zu unterscheiden sind Cannabinoide, die zwar natürlich in der Pflanze vorkommen können, für kommerzielle Produkte aber außerhalb der Pflanze hergestellt oder umgewandelt werden. Für solche Fälle enthält das Gesetz eigene Bestimmungen.

Vier zusätzliche Wochen für eine dauerhafte Lösung

Für Hersteller und Händler bedeutet die Entscheidung des Repräsentantenhauses vor allem zusätzliche Zeit. Die bereits beschlossenen Änderungen werden durch H.R. 6500 nicht aufgehoben.

Der neue Termin würde lediglich ein Zeitfenster bis zum 11. Dezember schaffen. Befürworter einer Alternative zum weitreichenden Ausschluss vieler Produkte wollen diese Wochen nutzen, um im Kongress über ein dauerhaftes bundesweites Regelwerk für Hemp-derived Cannabinoid Products zu verhandeln.

Auch der republikanische Abgeordnete Morgan Griffith verwies nach der Abstimmung darauf, dass der zusätzliche Zeitraum weitere Verhandlungen über ein regulatorisches Modell ermöglichen soll. Griffith hat selbst einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der unter anderem einen Rahmen für bestehende CBD-Produkte schaffen soll.

Die neue Frist ist noch nicht endgültig

Für Unternehmen ist derzeit vor allem der Gesetzesstatus wichtig. Beide Kammern des Kongresses haben H.R. 6500 verabschiedet, doch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung war die Unterschrift des Präsidenten noch ausstehend.

Bis zur Unterzeichnung sollte der 11. Dezember deshalb nicht als bereits endgültig geltendes neues Datum behandelt werden. Wird H.R. 6500 unterzeichnet, erhält ein großer Teil des Hemp-Marktes knapp vier zusätzliche Wochen. Ohne weitere gesetzgeberische Änderungen würden die verschobenen Bestimmungen anschließend am 11. Dezember greifen.

Quellen

Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine medizinische, rechtliche oder behördliche Beratung dar. Welche Auswirkungen die neuen US-Regeln auf ein bestimmtes CBD- oder Hanfprodukt haben, hängt unter anderem von dessen Zusammensetzung und den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben ab.

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